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ALTES HANDWERK
Im geräumigen Saal des ehemaligen Refektoriums wird auf die Geschichte des schlesischen Handwerks eingegangen. Archivalien (6), Zunfttruhen, Siegel und Stempel, Handwerkzeug und Werkstoffe dokumentieren Produktionsbereiche des 17. bis 19. Jahrhunderts, die ein Privileg der Städte waren. Wertvoll ist die Sammlung von Gegenständen der Schlosser aus der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Die Zinngefäße schufen Meister u.a. in Jauer (1), Liegnitz, Schweidnitz, Breslau und Neiße. Neben Bunzlauer Keramik (4) gibt es oberschlesische Fayencen z.B. aus Proskau sowie zahlreiche Porzellane aus Schlesien, Sachsen und Berlin zu sehen. Zu den ältesten Exponaten der Glassammlung gehören Zunftgläser, die mit symbolischen Verzierungen bedeckten Gläser der Jauerschen Freimaurerloge (2) und Farbglaspokale (3). Einzigartig ist eine Sammlung von teilweise sehr großen Lebkuchenbackformen aus dem 18. und 19. Jahrhundert (5). Neben dem künstlerischen Wert bestechen sie durch einen reichen Formenschatz.